Jazz hautnah live erleben... hier aufgeführt finden Sie das öffentliche jazzGAP e.V. Konzertprogramm. Die Konzerte finden im Jazzkeller des Katharinenhof, Zugspitzstraße 86, in Garmisch-Partenkirchen statt. Es lohnt sich, diese Seite regelmässig zu besuchen, da auch kurzfristig interessante Konzerte ins Programm aufgenommen werden!


Do  15. Dez. 2011 20:30 Tenor Summit

Jerry Bergonzi tenor sax, Johannes Enders tenor sax, Milan Nikolic b, Christian Salfellner dr

Weil die Jazzer eine eher friedfertige Gemeinde sind nennen wir die Veranstaltung Tenor Summit und nicht Tenor Battle, obgleich das Aufeinandertreffen großer Tenoristen in der Vergangenheit häufig in (Wett)Kämpfe ausartete und dann diesen Namen trug. Paradebeispiele aus den 50er und 60er Jahren: die Paarungen Illinois Jacquet/Flip Phillips und Johnny Griffin/Eddie Lockjaw Davis. Mit Jerry Bergonzi aus Boston/Mass. und Johannes Enders aus Weilheim/Obb. treffen sich zwei führende Exponenten ihres Instrumentes diesseits und jenseits des großen Teiches um musikalische Ideen auszutauschen und die Zweistimmigkeit zu pflegen - ein Genuss für alle Hörer und ein Lehrstück für ambitionierte Instrumentalisten vor Ort. Die schlanke Rhythmusgruppe, die auf ein Harmonieinstrument (p, g, org) verzichtet, gibt den beiden Bläsern mehr Freiraum, sowohl "in" als auch "out" zu spielen, Domänen, in denen beide Saxophonisten zuhause sind. Der in Serbien geborene und in Graz lebende Bassist Milan Nikolic kommt vom Rhythm&Blues her, ist inzwischen fest im Jazz verankert und besonders durch seine Zusammenarbeit mit Fritz Pauer (p) und Dusko Gojkovic (tp) bekannt.  Christian Salfellner spielte sowohl in frühen Johannes Enders Quartetten als auch mit Jerry Bergonzi so dass Familiarität vorausgesetzt werden kann. Sein spektakulärstes Engagement war wohl seine Rolle als Schlagzeuger im Vienna Art Orchestra.

VORSCHAU 2012

Mi 4. Jan. 2012 20:30 Andrey Lobanov Quintett


Andrey Lobanov tp, Lutz Häfner sax, Alexey Podymkin p, Andy Kurz b, Bastian Jütte dr


Nach dem Feuerwerk, welches der Trompeter Andrey Lobanov beim letzten

Ad hoc im Oktober abgebrannt hat, kommt er jetzt mit seiner eigenen Band. Lutz Häfner, wie Lobanov in Nürnberg beheimatet, spielt unter den deutschen Tenoristen ganz vorne. Er hat sein Studium 2000 in Köln abgeschlossen und seit dem eine eindrucksvolle Karriere hingelegt. Schon sein Debut Album, welches er 1998 mit Joey Calderazzo, Mike Richmond und Billy Hart aufnahm, schlug ein wie eine Bombe. Die Liste seiner Kooperationen liest sich wie ein „Who is who“ der internationalen Szene. Neben „reinem“ Jazz interessieren ihn auch neue Klangwelten wie zeitgenössische brasilianische Musik oder die Verbindung von akustischer Musik mit Elektronik. Der Pianist Andrey Podymkin hat mit Andrey Lobanov die Herkunft gemeinsam (Sibirien) und arbeitet mit diesem seit 1995 zusammen. Derzeit fest im musikalischen Umfeld Moskaus verankert ist Podymkin Pianist der Wahl sowohl lokaler Größen als auch prominenter Gäste aus den USA. Das rhythmisches Rückgrat bilden Andy Kurz und Bastian Jütte, beide aus Auftritten im jazzGAP bekannt. Zum Stil der Musik des Andrey Lobanov Quintetts muss nicht viel gesagt werden – hier beeindruckt mehr die Qualität der einzelnen Musiker als stilistische Spitzfindigkeiten.


Di 31. Jan. 2012 20:30 PVC Praha–Vienna–Connection


Nika Zach voc, Julia Siedl p, Frantisek Uhlir b, Jaromir Helesic dr


Kunst-Stoff“ ist eigentlich keine schlechte Bezeichnung für Musik aber wie

PVC klingt die Gruppe gleichen Namens ganz und gar nicht. Hier haben sich

vier Musiker aus Prag und Wien zusammen gefunden, um unter Anleitung

von Franta Uhlir ein Repertoire bestehend sowohl aus Titeln aus dem Great American Songbook als auch Eigenkompositionen zu erarbeiten. Uhlir

zählt zu den profiliertesten europäischen Bassisten – die Tschechen scheinen zum Kontrabass eine besondere Affinität zu besitzen denn mit George Mraz und Miroslav Vitous sind zwei weitere Tschechen als ganz Große auf diesem Instrument zu nennen. Die Sängerin Nika Zach beeindruckt durch ihre prägnant-samtige Stimme und einen gewissen Hang zum Experiment. Die Pianistin Julia Siedl ist eine gefragte Newcomerin auf der Wiener Jazzszene; der Schlagzeuger Jaromir Helesic, ein langjähriger Weggefährte Uhlirs, begleitet dezent aber dynamisch.

 

Mi 15. Feb. 2012 20:30 MAQ Martin Auer Quintett


Martin Auer tp,flh, Florian Trübsbach sax alto, soprano, Jan Eschke p, Andy Kurz b, Bastian Jütte dr


Das Quintett des am Chiemsee geborenen Wahlberliners Martin Auer besteht

seit 13 Jahren, ist durch fast alle deutsche Jazzclubs von Rang und Namen

getingelt und hat, vermittelt durch das Goethe Institut, sogar in Jordanien,

Syrien und Libanon gastiert.Da wurde es Zeit für eine Einladung ins jazzGAP.

Unter den zahlreichen Einspielungen von MAQ befindet sich auch eine CD namens Indiejazz. Offenbar hat die Gruppe keine Berührungsängste gegenüber Hip Hop, Elektronik, Volksmusik und Klassik (unser Publikum hoffentlich auch nicht !). Schlagzeuger Bastian Jütte: „ Wir wollen die Einfachheit, die Wärme, das Kaputte, Verrückte, Trashige des alternativen Pop in unsere Musik integrieren “. Ähnlich breit aufgestellt ist der Saxophonist Florian Trübsbach, Träger des Bayerischen Staatsförderpreises für junge Künstler, der sogar mit Persönlichkeiten wie Herbert von Karajan, Claudio Abbado und Hans Werner Henze musiziert hat – neben seinem Schwerpunkt Jazz. Pianist/Keyborder Jan Eschke, auch ein Bekannter im jazzGAP, ist von Musikern jeglichen Stils als Begleiter hoch begehrt, von der Popsängerin Rebekka Bakken bis zum Grandseigneur der europäischen Jazztrompete Ack van Rooyen. Mit Andy Kurz b und Bastian Jütte dr, sind wieder die zwei Rhythmiker von der Partie, die wir vor sechs Wochen im Andrey Lobanov Quintett hörten. Es wird spannend sein zu erfahren, wie sich die Beiden in einem musikalisch völlig anderen Kontext bewegen.



So 26. Feb. 2012 20:30 Ad hoc


Besetzung: „nach Marktlage“

Aktualisierung: Plakate, www.jazzGAP.de/Demnächst.....


Fr 9. März 2012 20:30 COLORBOX


Marcio Tubino sax, Volker Giesek p, Ciro Trindade b, Andreas Keller dr, perc


Die deutsch-brasilianische Besetzung bringt aufwendig komponierte Stücke

denen man ihre Komplexität allerdings nicht anmerkt weil sie elegant zwi-

schen geschriebenen und frei improvisierten Passagen hin und her schwingt

und dabei die jazzinspirierte Ausdrucksweise nie vergisst. Das ist wohl durchdachte Dramaturgie ohne Angst vor Ohrwürmern oder abrupten Wechseln. „Kaputtes“ al la Tom Waits steht neben meditativer Ruhe. COLORBOX Mastermind Volker Giesek merkt man an, dass er auch Musik für Film und Theater schreibt : er versteht es, im besten Sinne zu unterhalten.


Mi 18. Apr. 2012 20:30 Eder


Johannes Moritz sax, clar, harm, Felix Franzke g, Loops, Effekte, Hendrik Krause b, Friedemann Pruß dr


Die junge Berliner Band Eder repräsentiert Indiejazz noch eindeutiger als

das Martin Auer Quintett, für welches Indiejazz nur eine Facette seiner Akti-

vität darstellt. Schon wieder Berlin – diese Stadt besitzt in Deutschland sicher

die innovativste und experimentierfreudigste Jazzszene. Es sei an das fabel-

hafte Duo Lenina erinnert (Daniel Erdmann sax, Oliver Steidle dr) welches im

März 2010 im jazzGAP auftrat und ebenfalls in Berlin zuhause ist.

Im Gegensatz zum Martin Auer Quintett, in dem die Bläser (tp + sax) domi-

nieren ist der Klang von Eder stark durch die Gitarre Felix Frankes geprägt,

mit all den Möglichkeiten, die dieses Instrument im elektronisch-technischen

Zeitalter eröffnet. Die Gruppe sagt über sich selbst : „Eder klingt lyrisch und

experimentell, minimalistisch und ekstatisch, laut und leise“ .

Und Frank Möbus (Gitarren-Guru und Gründer des Berliner Kult-Trios

Der Rote Bereich) meint: „ Die Musik von Eder ist frisch und innovativ. Der ei-

gene Klang der Band sowie die Spontanität des Zusammenspiels sind be-

merkenswert. In jedem ihrer Songs verfolgen sie ein klares musikalisches Ziel. Es hat mir sehr viel Spass gemacht, das erste Album von Eder zu

produzieren.“

Übrigens: Zu dem Konzert von Eder könnten sich auch mal jüngere Hörer ins jazzGAP verlieren, so wie in die Münchner „Unterfahrt“, wenn dort Frank Möbus' Der Rote Bereich auftritt.


So 29. Apr. 2012 20:30 Ad hoc


Besetzung : „nach Marktlage“

Aktualisierung: Plakate, www.jazzGAP.de/Demnächst...




Mit freundlicher Unterstützung durch die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen!